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der Buddha
wer war der Buddha?
 

 

photo: Siddharta Sitzender Gott oder Herrscher,
 eventuell Prinz Siddharta
 Gautama.

 Roetlicher Sandstein, H: 57 cm,
 Mathura, Nordindien, um 100.

 Mit freundlicher Genehmigung
 des © Linden-Museums Stuttgart

 
 
 
 
 
 
 
 
 
     
     

Der historische Buddha wurde im 6. Jahrhundert vor Christus geboren. Er hieß Gautama Siddharta (Siddharta = "Der sein Ziel erreicht hat") und war der einzige Sohn eines reichen Koenigs, der ueber ein kleines Reich im Norden Indiens (heute Nepal) herrschte.

Siddharta verbrachte eine sorglose und verwoehnte Jugend, umgeben von allen Reichtuemern und Annehmlichkeiten des Lebens. Eines Tages, so wird berichtet, hatte er ein vierfaches Erlebnis, das sein Leben von Grund auf erschuettern sollte. Er sah einen Greis, einen Todkranken, einen verwesenden Leichnam und einen sorglosen Asketen. An den ersten Dreien erkannte er deutlich das Leid der Welt, Vergaenglichkeit und Tod. Im gluecklichen Asketen aber sah er einen moeglichen Ausweg aus dem Leid.

Das Problem des Leidens ließ ihn nicht mehr zur Ruhe kommen, bis er schließlich sein Zuhause verließ und als wandernder Asket in die "Hauslosigkeit" ging um selbst nach einem Weg zur Aufloesung des Leidens zu suchen.

Sieben Jahre verbrachte er bei bedeutenden Lehrern und lernte die verschiedenen religioesen und philosophischen Systeme seiner Zeit kennen. Doch obwohl er deren Lehren und Uebungen schnell beherrschen lernte, konnte nichts den tiefen Kummer in seinem Herzen vertreiben.

Schließlich verließ er auch seine Lehrer und ging seiner eigenen Wege. Eines Tages, als er einsam unter einem Baum sass, wurde ihm die Erleuchtung zuteil: er sah ganz klar die "Vier Edlen Wahrheiten" - die Wahrheit vom Leiden, von der Entstehung des Leids, von der Aufhebung des Leids und vom Weg zur Aufhebung des Leids.
(Siehe introduction.)

Aus Siddharta, dem Wanderasketen, war ein Buddha, ein "Erwachter" geworden.

Waehrend der naechsten gut 40 Jahre vertiefte er seine Erkenntnisse und gab seine Lehre an alle weiter, die sie hoeren wollten. Er zog als Bettelmoench durch Indien, sammelte Schueler um sich und gruendete Gemeinden, bevor er als Achtzigjaehriger starb. Die letzten ueberlieferten Worte des Buddha vor seinem Tod waren:

"Jeder von euch sei sich selbst ein Licht. Sucht eure Rettung nicht in einer aeußeren Zuflucht. Haltet an der Wahrheit fest. Sucht bei niemandem Zuflucht außer bei euch selbst."

 

     
     
     
     

photo: sterbende Buddha Der sterbende Buddha mit
 trauernden Moenchen und
 jubilierenden Himmelswesen:
 der Moment des endgueltigen
 Verloeschens (nirvana) des
 Erleuchteten.

 Schiefer, H:40 cm,
 Gandhara, Pakistan, 2.-3. Jh.

 Mit freundlicher Genehmigung
 des © Linden-Museums Stuttgart

     

 

Die Worte, die der Buddha auf seinem Sterbebett sprach, fassen seine Lehre (Dharma) noch einmal praegnant zusammen. Der Buddha sah sich nie als etwas anderes an als einen Menschen - allerdings einen vollstaendig erwachten Menschen. Er behauptete nie, ein Gott oder ein uebernatuerliches Wesen zu sein und schrieb seine Erleuchtung allein menschlichen Anstrengungen und Faehigkeiten zu.

Allgemein ist jeder vollkommen erwachte Mensch ein "Buddha". Es hat also in der Vergangenheit noch viele andere Buddhas gegeben, und es gibt sie noch heute.....

 

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