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Der Pali-Kanon
Zuflucht zum "Dreifachen Juwel"
Vipashyana-Meditation

     

 

feetDie Fueße des Buddha
Im fruehen Buddhismus wurde der Buddha
noch nicht bildlich dargestellt. Haeufig
wurden stattdessen seine Fußabdruecke
dargestellt.

Sie zeigen, dass der Erhabene an diesem
Ort weilte. Außerdem symbolisieren sie die
Erdverbundenheit seiner Lehre.
Oft werden
Blueten als Opfergabe in die Fußabdruecke gestreut.

   
   

 

Das Theravada ist die Form des Buddhismus, die auf Sri Lanka und in Suedostasien vorherrscht. Seine Kennzeichen sind die Berufung auf fruehe buddhistische Schriften (Pali-Kanon), die Lehre der Achtsamkeit und das Ideal der kloesterlichen Entsagung.

Der Pali-Kanon

Dies ist die "Bibel" des (Theravada-) Buddhismus. Der Pali-Kanon besteht aus drei "Koerben" mit insgesamt 45 Baenden. Er enthaelt:

  • Vortraege Buddhas
  • Regeln fuer Moenche und Nonnen sowie
  • philosophische Abhandlungen, mit Hilfe derer, die die Lehre des Buddha systematisiert werden soll.

Er wurde im 1. Jahrhundert v. Christus schriftlich niedergelegt.

eye_of_BuddhaGekroenter Buddha oder Bodhisattva
Der gekroente Buddha stellt den
Weltenherrscher dar. Seine
Weisheit wird u.a. durch seine
allsehenden Augen symbolisiert.
 
Zuflucht zum "Dreifachen Juwel"

Wer Buddhist werden will, nimmt seine spirituelle Zuflucht zum "Dreifachen Juwel":

  • Buddha
  • Dharma (d.h. die Lehre des Buddha)
  • Sangha (d.h. die Moenchsgemeinde oder die Gemeinschaft der Buddhisten)

Der Buddha wird nicht um Hilfe gebeten, sondern als das große Vorbild gewuerdigt. Man gelobt die Buddha-Weisheit in sich selbst zu wuerdigen.

Der Dharma ist wie eine Medizin, die unser geistiges Leiden heilt. Jeder kann diese Medizin nur freiwillig selbst einnehmen; der Dharma kann nicht wirken, wenn man ihn nicht selbst verstanden und verinnerlicht hat.

Der Sangha ist im Theravada in erste Linie der Orden der Moenche und Nonnen. In Suedostasien leben heute ca. 500.000 Theravada-Moenche u. Nonnen. Sie leben als Bettelmoenche in strikter Disziplin. Moenche und Laien sind durch vielfaeltige Beziehungen miteinander verbunden: Die Laien unterstuetzen die Moenche materiell, waehrend diese ihnen verschiedene spirituelle und soziale Dienste erweisen (Segnungen, spiritueller Rat, Unterricht etc..).

Noch heute ist es ueblich, dass junge Maenner fuer eine befristete Zeit ins Kloster gehen; die Moenche genießen hohes gesellschaftliches Ansehen.

Leider gilt dies nicht fuer die Nonnen. Buddha selbst hielt Frauen fuer genauso faehig zur Erloesung wie Maenner. Doch bald ging die kloesterliche Macht in den Theravada-Laendern wieder auf die maennlichen Moenche ueber und die Nonnen wurden den Moenchen untergeordnet.

Heute aber kaempfen buddhistische Nonnen und Laiinnen in diesen Laendern verstaerkt um ihre Gleichberechtigung.

       
      mediating monkMoench in Meditation
Die Vipashyana Meditation
dient der Entwicklung von
Einsicht oder Weisheit.
Diese muss mit Liebe
(Maitri) verbunden werden,
denn Weisheit und Liebe
muessen sich gegenseitig
ergaenzen.


       
   

 

Vipashyana-Meditation:

Diese Meditationsform bildet neben den buddhistischen Urschriften und der Sangha eine der Grundlagen des Theravada.

Vipashyana bedeutet woertlich "Einsicht". Ziel dieser grundlegenden Meditationsform ist es, den Geist (unter anderem durch Konzentration auf den Atem) zu beruhigen, um dadurch die direkte Erkenntnis der vom Buddha verkuendeten Wahrheiten zu ermoeglichen. Dadurch kann der Geist frei werden und die Erloesung vom Leiden an der Welt erlangt werden.

       

 

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